Es herrscht klirrende Kälte, der Winter hält Einzug. Und mit ihm kommen meist auch saisonbedingte Erkrankungen auf uns zu. Lesen Sie unsere Ratschläge, damit Sie den Winter gut überstehen.
Bei einem länger als ein oder zwei Tage andauernden Schnupfen spricht man rasch von Grippe – doch das ist nicht korrekt. Die Grippe ist eine heftige, virusbedingte Erkrankung, die sich vom gewöhnlichen Schnupfen in vielerlei Hinsicht unterscheidet.
Grippe – eine echte Winterkrankheit
Die Ansteckungsgefahr bei Grippe ist gross, da sie sich durch Tröpfchen überträgt, zum Beispiel beim Husten oder Niesen. Es handelt sich bei der Grippe um eine Infektion der Atemwege, hervorgerufen durch das Virus Influenza A und B. Diese so genannte echte Grippe tritt meistens zwischen Dezember und März auf. Hohes Fieber (über 39°C), Muskelschmerzen und tiefe Müdigkeit sind die häufigsten Symptome. Innerhalb von Stunden fühlen sich Infizierte wie erschlagen und dieser Zustand hält in der Regel mehrere Tage an. Ist eine geografische Region betroffen, stecken sich mehr als zehn Prozent der Bevölkerung an. Bei einer normalen Grippewelle in der Schweiz erkranken rund 100 000 bis 250 000 Personen.
Nicht zu verwechseln mit Erkältungen
In der kalten Jahreszeit gibt es eine ganze Reihe viraler, saisonbedingter Erkrankungen, die bereits im September auf sich aufmerksam machen. Dabei handelt es sich um abgeschwächte Grippesymptome: Im Gegensatz zur echten Grippe steigt das Fieber selten über 38.5°C und zwingt einen nicht tagelang unter die Bettdecke. In den europäischen Breitengraden treten diese Viren vornehmlich im Winter auf. Das erklärt, warum der Begriff «Erkältung» oft benutzt wird, um diese Art von Erkrankung zu beschreiben.
In der Schweiz gibt es pro Jahr über 150 000 Grippefälle |
Wie behandeln?
Bakterielle Ansteckungen können mit Antibiotika behandelt werden, virale Infekte jedoch nicht. Letztere klingen in der Regel nach einigen Tagen wieder ab, bei Grippe dauert es rund eine Woche. Behandelt werden können bei Grippe und Schnupfen einzig die Symptome wie Fieber, Schmerzen oder verstopfte Nase. Hierzu stehen Ihnen verschiedene Medikamente zur Auswahl.
Halsschmerzen lindern
Lutschtabletten, antiseptische (keimtötende) Mundspülungen oder Lösungen zum Gurgeln sind einfache Helfer, wenn der Hals «kratzt». Die meisten enthalten ein Antibiotikum, Antiseptikum oder entzündungshemmende Mittel.
Nase befreien
Nasensprays schaffen vorübergehende Linderung. Sie tragen auch dazu bei, dass man nachts besser schlafen kann. Allerdings sollte man aufpassen, denn Nasensprays können abhängig machen. Eine empfehlenswerte Ergänzung sind Inhalationen. Das Einatmen feuchter und warmer Luft befreit die Atemwege und die Verstopfung löst sich.
Husten lösen
Hustensirups sind weit verbreitet. Um den Richtigen zu wählen, muss man zwischen trockenem und schleimigem Husten unterscheiden. Lassen Sie sich am besten in Ihrer Apotheke beraten.
Schmerzen lindern
Schmerzlindernde oder entzündungshemmende Mittel (Paracetamol, Ibuprofen etc.) helfen bei Kopfschmerzen und sind ideal zur Fiebersenkung.