Dank richtigem Schutz die Sonne geniessen

Sonnenlicht weckt unsere Lebensgeister. Doch nur mit der nötigen Vorsicht und dem richtigen Sonnenschutz schenkt uns die Sonne Wohlbefinden. Lesen Sie, was bei der Wahl und Anwendung von Sonnenschutzmitteln zu beachten ist.







Sonne bringt uns in Schwung; wir fühlen uns besser und attraktiver. Doch die ultra-violetten (UV-)Strahlen, die man weder sieht noch unmittelbar spürt, haben eine schädigende Wirkung auf die Haut. Für die Bräunung der Haut, aber auch für Sonnenbrand und Hautkrebs, sind UVB-Strahlen zuständig. UVA-Strahlen sind für die vorzeitige Alterung der Haut, für Sonnenunverträglichkeit und für Pigmentflecken (Altersflecken) verantwortlich.

Wann braucht es einen Sonnenschutz?
Die Haut vergisst nichts. Darum ist der Sonnenschutz so wichtig. Grundsätzlich kann die Haut eine bestimmte Zeit an der Sonne sein, ohne sich zu röten. Diese so genannte Eigenschutzzeit beträgt je nach Hauttyp zwischen 10 (Hauttyp 1 sehr helle Haut sowie Kinderhaut) und 60 Minuten (Hauttyp 5 dunkle Haut). Spätestens nach Ablauf dieser Zeitspanne braucht die Haut Schatten, geeignete Kleidung, Sonnenschutz. Bei einem Aufenthalt im Freien ist Sonnenschutz ein Muss – egal, ob im Sommer oder Winter, ob bei Hitze oder Kälte und auch bei bedecktem Himmel, denn UV-Strahlung durchdringt die Wolken. Der Aufenthaltsort spielt ebenfalls eine Rolle: So ist in den Bergen die UV-Strahlung besonders hoch.

Sonnenschutzmittel sollten immer
einen UVA- und UVB-Filter enthalten.
 

Lichtschutzfaktor ist kein Freibrief für zügellosen Sonnengenuss
Auf jeder Flasche oder Tube Sonnenschutzmittel steht eine Zahl für den Lichtschutzfaktor (LSF) oder englisch den Sun Protection Factor (SPF). Der LSF gibt an, um welches Vielfache die Eigenschutzzeit gesteigert wird. So verlängert eine Sonnenmilch mit einem LSF 20 bei einem Hauttyp 1 mit einer Eigenschutzzeit von 10 Minuten diese auf etwa 200 Minuten.

Mit kleinen Partikeln (Pigmenten) lässt sich ein wirksamer Schutz der Haut auf physikalischer Ebene erzielen. Die Pigmente reflektieren, streuen und absorbieren das schädliche UVB-Licht. Doch sie sind keine «Sunblocker», weil das UVA-Licht nicht vollständig abgeblockt wird. Da physikalische Schutzmittel keine Allergien auslösen, werden sie oft in Sonnenschutzmitteln für Kinder verwendet. Chemische Filter sind oft künstliche Stoffe, die in der Haut gegen die schädliche Wirkung der Sonnenstrahlen wirken.
Achten Sie also darauf, dass Sonnenschutzmittel immer einen UVA- (Hautalterung) und einen UVB-Filter (Sonnenbrand, Hautkrebs) enthalten.

Die Auswahl der Sonnencreme ist wichtig
Die Wahl des Sonnenschutzmittels richtet sich aber nicht nur nach dem Hauttyp, sondern auch nach dem jeweiligen Aufenthaltsort und nach der Aktivität im Freien. Für normale und trockene Haut eignet sich eine Creme. Fettfreie Fluide sind speziell für fettige oder ölige Haut, zum Beispiel im Gesicht, sinnvoll. Auf grösseren Körperoberflächen lässt sich Sonnenmilch einfach auftragen. Sprays eignen sich eher zum Auffrischen des Sonnenschutzes. Sportler und Personen, die stark schwitzen, bevorzugen Gels. Wasserratten verwenden eher wasserfeste Produkte, die auf der Haut besser haften und die Schutzwirkung auch nach dem Baden zu einem gewissen Teil behalten.

Wie viel Sonnenschutzmittel soll man auftragen?
Für eine Ganzköperanwendung braucht es etwa 30 ml Sonnenmilch. Damit sie ihre Wirkung entfalten können, trägt man die Sonnenschutzmittel etwa 20 Minuten vor der Sonneneinwirkung auf. Bei längerem Aufenthalt in der Sonne muss das Auftragen wiederholt werden, insbesondere wenn man schwitzt oder badet. Dabei wird der Schutz erneuert, nicht verlängert.

Wie lange sind Sonnencremes haltbar?
Grundsätzlich kann man sie bis zum Mindesthaltbarkeitsdatum verwenden. Doch oft ist die Sonnencreme der prallen Sonne und hohen Temperaturen ausgesetzt. Dies kann die Schutzwirkung der Inhaltsstoffe beeinflussen, selbst wenn Konservierungsmittel enthalten sind. Verändern sich Farbe oder Konsistenz, sollte das Produkt Ende Saison entsorgt werden.

Tipp aus IhrerApotheke

Woran man beim Sonnenschutz denken soll

  • Ein der individuellen Situation angepasstes Sonnenschutzmittel mit einem Lichtschutzfaktor von mindestens 20 mit einem UVA- und UVB-Filter auswählen.
  • An alle freien Hautflächen denken, also auch Ohren, Handrücken, Füsse und Lippen einschmieren.
  • Après-Soleil: Die Sonnenstrahlen entziehen der Haut viel Feuchtigkeit. Kühlende, nährende Gels, Lotionen mit Vitamin E oder Masken beruhigen gereizte und überhitzte Haut.
  • Zum Sonnenschutz gehören auch Begleitmassnahmen wie Bekleidung und Kopfbedeckung mit UV-Schutz, UV-Schutzbrille, Aufenthalt im Schatten während der Mittagszeit.

 

Alexandra Werder


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