Natürlich "entschlacken"

Mit unserer Lebensweise muten wir dem Organismus oft einiges zu. Da sind hin und wieder einige Entschlackungstage genau das Richtige. Zum Beispiel, wenn Sie mit gezielter Ernährung das Gewebe entwässern, den Darm anregen und den Körper entsäuern.







Die Bezeichnung «entschlacken» ist weit verbreitet und in aller Munde, obwohl es diesen Begriff in der Medizin eigentlich nicht gibt. Gemeint ist damit, Ablagerungen jeglicher Art aus dem Körper zu schwemmen. Rezepte dazu gibt es reichlich. Was aber soll man davon halten? Was hilft wirklich? Auch hier gilt, den gesunden Menschenverstand walten lassen, nicht übertreiben und im Zweifelsfall in der Apotheke nachfragen, bevor man überstürzt eine «Kur» beginnt, die einem die letzten Kräfte raubt, anstatt aufzu-bauen und fit zu machen.

Nahrungsmittel erweisen sich als
perfekte "Entschlackungskur"
 

Übersäuerung abbauen
Ein ganz grosses Thema ist die Übersäuerung. Fleisch, Süssigkeiten, Teigwaren, Weissbrot, Käse, Kaffee und Alkohol überschwemmen den Organismus mit sauren Abbauprodukten. Konsumiert man zu viel davon, kann sich dies auf die Gesundheit auswirken, zum Beispiel mit Blähungen, Müdigkeit, Kopfschmerzen, Konzentrationsstörungen, rheumatischen Erkrankungen, Hautproblemen und anderen «Zivilisationsbeschwerden».

Wirksames Gegenmittel bei Übersäuerung ist die richtige Ernährung. Sie sollte zu 80 Prozent aus Basen bildenden Lebensmitteln bestehen. Dazu gehören fast alle Gemüse- und Früchtesorten. Margarine, Olivenöl und Sonnenblumenöl sind neutral. Es lässt sich also jederzeit ein leckeres Mahl zubereiten. Essen Sie die Rösti einfach mit Gemüse und Salat anstatt mit Speck und Eiern, die geschwellten Kartoffeln mit Kräuterquark statt Käse und Gemüserisotto anstelle von Reis mit Fleisch. Deswegen müssen Sie keineswegs auf den ebenfalls gesunden Fisch und den Eisenlieferanten Fleisch verzichten. Auf die Menge kommt es an. Solange diese nur etwa einen Fünftel der Portion ausmachen, lassen Sie es sich schmecken!


Spargel und Fenchel sind zwei
ideale Gemüsesorten, um die Blase
durchzuspülen und das Gewebe
zu entwässern.

Verdauung anregen
Auch der Verdauung lässt sich mit Nahrungsmitteln und Kräutern auf die Sprünge helfen. Bitterstoffe regen die Gallenproduktion an. Eine Tasse Wermut-Tee vor dem Essen, ein paar Löwenzahnblätter im Salat oder eine Artischocke zur Vorspeise schmecken leicht bitter, aber gut. Anregend auf die Verdauung wirken auch einige Tropfen einer bitteren Zubereitung aus der Apotheke (zum Beispiel Absinthium Urtinktur), etwa eine halbe Stunde vor dem Essen einzunehmen.
Nützlich sind auch Pflanzenfasern, die so genannten Ballaststoffe, die aus Früchten, Gemüse und Vollkornprodukten stammen. Hier muss jeder selbst herausfinden, wie viel er oder sie verträgt, denn allzu viele Ballaststoffe, vor allem aus Rohkost, können zu Blähungen führen. Ersatz liefern in diesem Fall Ballaststoffprodukte aus der Apotheke, die man gezielt dosieren kann und die so aufbereitet sind, dass sie einen hohen Quellfaktor aufweisen. Zusammen mit reichlich Flüssigkeit füllen sie den Darm und regen ihn an.

Entwässern
Um die Blase durchzuspülen und das Gewebe zu entwässern, stehen etliche Nahrungsmittel und Gewürzpflanzen (siehe Tipp aus Ihrer Apotheke auf Seite 5) zur Verfügung, zum Beispiel Spargel, Fenchel, Petersilie, Liebstöckel, Schnittlauch und Zwiebeln, auch Beeren wie Wacholderbeeren, Erdbeeren, Johannisbeeren, Stachelbeeren und Preiselbeeren. Den Preiselbeeren schreibt man zudem eine desinfizierende Wirkung bei Blasenentzündungen zu. Ananas wirkt wegen dem darin enthaltenen Bromelain sowohl harntreibend wie verdauungsfördernd. Als Dessert macht die Ananas selbst ein üppiges Mahl leicht verdaulich. Probieren Sie es aus. Guten Appetit!

Tipp: KuKaLeiWa

Vielleicht etwas gewöhnungsbedürftig, aber wirksam zum Entschlacken:
1½ Teelöffel Kümmel, 1 kleine Kartoffel, 1½ Esslöffel Leinsamen in 1 Liter Wasser über Nacht ansetzen und am Morgen auf nüchternen Magen trinken.
 

Weitere Informationen

Heidi Mühlemann


Apotheken in Ihrer Nähe
PLZ  
Ort
Wettbewerb

Beteiligen Sie sich an unserem Wettbewerb!
mehr 
Feelgood's news

Bestellen Sie unsere neueste Ausgabe der Feelgood's news.
mehr 
  Disclaimer  |  Impressum  |  Sitemap
Nach oben