Cindy Crawford tuts. Sting auch, genauso Daniel Craig. Madonna hat sogar eine eigene Variante entwickelt. Yoga hat sein Esotherik-Image abgelegt und damit viele neue Anhänger gewonnen.
Der Duft von Räucherstäbchen, dazu sich verrenkende «Ohm»-hauchende Hippiegestalten im Schlabberlook – so zeigte sich der erste Yogaboom in den 70-er Jahren. Seither hat sich die Jahrtausende alte ayurvedische Heiltradition aus Indien stark gewandelt. In den letzten zehn Jahren haben sich zahlreiche neue Fitnessvarianten gebildet wie Power Yoga oder Jivamukti Yoga, und immer mehr Prominente outen sich als praktizierende Yogis. Yoga ist drauf und dran, jedermanns Liebling zu werden. Denn Yoga ist wohltuend und entspannend, es bringt mit seiner Kombination aus Muskel-, Atem- und Entspannungstechnik Körper, Geist und Seele in Einklang. Modernes Yoga steht für eine tolle Figur, genauso wie für ein gutes Körpergefühl und innere Stärke.
Yoga eignet sich für jedes Alter und jede Lebenssituation. |
Eins mit sich selbst
Yoga bedeutet «sich verbinden», Natur und Kosmos zu vereinen, was letztlich zu innerer Balance führt. Um das zu erlangen, sind Disziplin, Ausdauer, regelmässiges Üben und ein guter Lehrer notwendig. Yoga setzt körperliche, geistige sowie seelische Energien frei, die durch das Zusammenspiel von Asanas (Körperübungen), Pranayamas (Atemübungen) und Dhyanas (Meditationsübungen für die Tiefenentspannung) aktiviert werden. Je nach Yogavariante sind die einzelnen Elemente stärker oder schwächer ausgeprägt. Die beliebteste Variante in westlichen Ländern ist das klassische Hatha Yoga. Um die wohltuenden gesundheits- und figurfördernden Ergebnisse zu erzielen, empfiehlt sich wöchentlich eine Stunde unter fachlicher Anleitung, plus zwei- bis dreimal zu Hause je eine halbe Stunde zu praktizieren. Ein Aufwand, der sich gleich dreifach lohnt. Schliesslich stärkt Yoga die Seele, es formt den Körper und hilft, Stress zu bewältigen – und das völlig unabhängig von Alter und körperlicher Verfassung.
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Gesünder mit Yoga
Yoga unterstützt den Wunsch des modernen Menschen, sich in seinem Körper und in seinem Leben wohlzufühlen. Auch die Schulmedizin hat Baum, Kobra, Pflug und Co. entdeckt als präventive oder therapiebegleitende Massnahme bei Krankheiten und Beschwerden wie Kopf- und Rückenschmerzen, Bluthochdruck oder Verdauungsproblemen. Yoga wirkt Nervosität, Stress und Erschöpfung entgegen, hilft Liebeskummer oder Trauer zu überwinden. Yoga sorgt für inneren und äusseren Ausgleich, denn es beinhaltet Bewegung, körperliche und geistige Entspannung – alles Elemente, die in der modernen Medizin für eine gesunde Lebensführung stehen. |
Yoga und Schwangerschaft – im Gespräch mit Beatriz Verdejo
Beatriz Verdejo ist in Mexiko aufgewachsen. Sie verbrachte die letzten neun Jahre in der Schweiz
und lebt mit ihrem Schweizer Mann seit einigen Monaten in Hongkong. Yoga hat der 35-Jährigen oft gegen Heimweh und Unausgeglichenheit geholfen. Nun ist sie mit ihrem ersten Kind schwanger – und wieder ist Yoga ein wertvoller Begleiter.

Schwangere Frauen können dank Yoga die
Atemtechnik verbessern und die Rückenmuskulatur
stärken, was dem Babybauch hilft.
Beatriz Verdejo, was bewirkt Yoga in Ihnen?
Beatriz Verdejo: Beim Yoga kann ich den Rest der Welt vergessen und mich völlig auf mich selbst konzentrieren. Ich kann entspannen und fühle mich anschliessend super. Yoga stellt mein inneres Gleichgewicht wieder her.
Was tut Yoga für Ihren Körper?
Yoga hält mich fit. Es stärkt meine Muskeln ohne grosse Strapazen.
Welche Vorteile erzielen Sie in der Schwangerschaft durch Yoga?
Es mildert unangenehme Begleiterscheinungen wie Müdigkeit oder Verdauungsprobleme. Nach dem Yoga bin ich voller Energie, meine Stimmung steigt und die Atemtechnik wirkt positiv auf meine Verdauung. Ausserdem stärkt das Yoga meine Rückenmuskulatur, was mir mit dem Babybauch hilft.
Was sagt Ihre Gynäkologin dazu, dass Sie weiterhin Yoga praktizieren?
Sie hat es mir sogar empfohlen. Ich soll dabei besonders gut auf meinen Körper achten, um meine Grenzen, in den verschiedenen Schwangerschaftsstadien zu erkennen.
Gibt es Asanas, die speziell auf die Schwangerschaft ausgerichtet sind?
Grundsätzlich ist es dasselbe Yoga. Besonders gut sind jetzt Übungen, die die Rücken- und Beinmuskulatur stärken oder Hüften und Beckenboden dehnen wie «upavistha konasana» – das Weitwinkelsitzen mit nach vorne gebeugtem Oberkörper. Atemübungen helfen, während der Geburt Ruhe zu bewahren und sich zu entspannen.
Werden Sie durch das Yoga eine einfachere Geburt haben?
Das hoffe ich!