Die Krankenkassenprämien sind hoch. Wir alle sollen sparen. Dazu werden alle möglichen Massnahmen diskutiert. Die Einfachste wird oft vergessen: die Beratung in der Apotheke. Sie ist kostengünstig und effizient.
Sonja Hofer hat ab und zu Kopfschmerzen. Sie kennt das. In ihrer Familie sind Viele davon betroffen. Sie weiss, dass nichts Schlimmes dahinter steckt. Aber einfach so damit leben kann sie auch nicht. Sie muss sich bei der Arbeit konzentrieren können. Deshalb kauft sie sich in der Apotheke jeweils ein Schmerzmittel. Der Apotheker kennt sie und fragt regelmässig, wie es ihr geht. Wie Sonja Hofer geht es vielen Menschen. Erkältungskrankheiten, Husten, Halsweh, Verstopfung, Fusspilz, Hautausschläge und vieles mehr sind meistens harmlose Erkrankungen, die man mit frei verkäuflichen Medikamenten aus der Apotheke behandeln kann. Wegen solcher Störungen sollte man nicht gleich zum Arzt laufen, denn jeder unnötige Arztbesuch belastet die Krankenkasse. Apothekerinnen, Apotheker und Pharma-Assistentinnen sind gut ausgebildete Fachleute. Sie helfen gerne, die richtigen Medikamente auszuwählen, und erkennen, wenn hinter einer Erkrankung möglicherweise mehr steckt und ein Arztbesuch doch notwendig wird.
Hilfe aus der Apotheke ist einfach und kostengünstig. |
In der Apotheke steht man sich persönlich gegenüber
Damit erübrigt sich im Grunde auch die Diskussion um die Callcenter, die nach Meinung mancher Politiker in Zukunft jeder Versicherte anrufen müsste, bevor er in die Arztpraxis geht. Das helfe Kosten zu sparen. Tatsache ist, dass solche Callcenter viel Geld kosten, am Telefon müssen teuer bezahlte Fachleute sitzen und die Infrastruktur verschlingt hohe Summen. Das müssen letztlich die Prämienzahler finanzieren. Da bleibt vom Spareffekt nicht viel übrig. Viel sinnvoller ist es, die Aufgabe als erste Anlaufstelle den Apotheken zu überlassen. Apotheken befinden sich im Quartier, im Einkaufszentrum, in der Nähe von Bahnhöfen, der Post und Lebensmittelgeschäften. Also dort, wo sie gut erreichbar sind und wo sich auch andere Dienstleistungsbetriebe für den täglichen Bedarf befinden.
Ausserdem kennt man sich in der Apotheke persönlich. Apothekerinnen und Apotheker wissen, was beim letzten Gespräch besprochen wurde und welche Medikamente beim letzten Mal geholfen haben. Dieser persönliche Austausch ist durch nichts zu ersetzen. Als erste Ansprechpartnerin eignet sich die Apotheke viel besser als jedes noch so gut eingerichtete Callcenter.