Ihr Kind hatte während der Ferien viel Spass und hat sich dabei einen neuen Tagesrhythmus angewöhnt. Es wird nicht begeistert sein, wieder die Schulbank zu drücken. Damit es diese Hürde trotzdem gut nimmt, sollten Sie ihm jetzt noch mehr Zeit als sonst widmen und ihm all Ihre Zuneigung schenken.
1. Fördern Sie einen altersgerechten Schlaf: Nach den langen Sommerabenden und dem morgendlichen Ausschlafen braucht Ihr Kind wieder einen neuen Schlafrhythmus. Bis zum Alter von sechs Jahren benötigt ein Kind zwölf Stunden Nachtruhe, zwischen sechs und 13 Jahren neun Stunden und Jugendliche kommen mit rund acht Stunden aus. Achten Sie auf ausreichend Schlaf, denn ein Mangel beeinträchtigt die schulische Leistung sowie die Konzentration.
Reife und Selbstständigkeit zu fördern, ist eine zentrale Aufgabe der Eltern. |
2. Bereiten Sie Ihr Kind psychologisch vor:
Sprechen Sie in den Tagen vor dem Schulbeginn mit Ihrem Kind über die Schule. Erklären Sie ihm, dass es seine Schulkameraden wiedersehen, neue Freunde kennen lernen und viel Neues tun und lernen wird. Erklären Sie Ihrem Kind, dass Sie immer an seiner Seite stehen, auch und insbesondere bei Schwierigkeiten.
3. Fördern Sie die Selbstständigkeit Ihres Kindes:
Vor allem bei ganz Kleinen kann eine mangelnde Selbstständigkeit grossen Stress verursachen. Um das zu vermeiden, bringen Sie Ihrem Kind bei, sich selbst an- und auszuziehen. Helfen Sie ihm, indem Sie seine Kleider mit eingenähten Etiketten kennzeichnen, auf denen der Name oder die Initialen angebracht sind. Das vereinfacht die Wiedererkennung.
4. Achten Sie auf ein reichhaltiges Frühstück:
Kinder, die das Frühstück auslassen, haben Schwierigkeiten, sich zu konzentrieren und Informationen aufzunehmen. Das ist nicht weiter erstaunlich, denn nach einer Nacht ohne Essen ist der Blutzuckerspiegel, von dem die Energiezufuhr in Gehirn und Muskeln abhängt, auf dem tiefsten Stand. Ein ausgewogenes Frühstück besteht aus Milchprodukten (Milch, Joghurt) und Mehrfachzuckern (Brot, Zwieback, Müesli) sowie Fruchtsaft.
5. Besorgen Sie Ihrem Kind den richtigen Schulsack:
Die korrekte Grösse hat dieser, wenn er so breit ist wie die Schultern Ihres Kindes und höchstens zehn Prozent des Körpergewichts ausmacht. Ein zu breiter Schulsack führt zu einer Hebelwirkung, was die Wirbelsäule zusätzlich belastet.
6. Achten Sie auf optimale Vitaminzufuhr:
Während des Wachstums braucht der Körper besonders viele Vitamine und Mineralien. Schule, Bewegung und Infektionskrankheiten erhöhen den Bedarf zusätzlich und können unter Umständen einen Mangel hervorrufen, der sich negativ auf die Fitness und die Aufmerksamkeit Ihres Kindes auswirkt. Lassen Sie sich in Ihrer Apotheke über die für Ihr Kind geeignete Nahrungsmittelergänzung beraten.
7. Der erste Schultag:
Stehen Sie früh auf, damit Ihr Kind Zeit hat, um richtig wach zu werden, gut zu frühstücken und sich optimal auf den Tag vorzubereiten. Legen Sie einen Gegenstand, an dem es besonders hängt (Kuscheltier, Sammelbildchen usw.), in seinen Schulsack. Das wird es in Stresssituationen beruhigen.
8. Unterstützen Sie Ihr Kind bei Schwierigkeiten:
Leidet Ihr Kind in der Schule unter Konzentrationsschwierigkeiten, lassen Sie sich in Ihrer Apotheke beraten. Klinische Studien zeigen, dass sich die Einnahme von Omega-3-Fettsäuren bei Kindern mit schulischen Problemen positiv auf die Lernfähigkeit, die Konzentration und den Umgang mit anderen auswirkt.
9. Seien Sie stets aufmerksam:
Einschlafstörungen, Stimmungswandel, nervöse Muskelzuckungen sowie Kopf- oder Bauchschmerzen sind oft ein Anzeichen dafür, dass Ihr Kind überfordert ist. Nehmen Sie sich Zeit und gehen Sie auf Ihr Kind ein. Falls das nicht genügt, stehen Ihnen Kinderpsychologen zur Seite.
10. Nabeln Sie sich ab:
Beeinflussen Sie das Schulleben Ihres Kindes nicht mit Ihren eigenen Wünschen und Ambitionen. Lassen Sie los. Bald wird Ihr Kind seine Schulsachen selber packen, seine Aufgaben im Griff haben und selbst zurechtkommen. In der Förderung von Reife und Selbstständigkeit liegt eine der wichtigsten Aufgaben der Eltern. Viel Glück!