Die Apotheke - der persönliche Kontakt für ältere Menschen
Viele ältere Menschen nehmen Medikamente, oft mehrere gleichzeitig. Da ist es wichtig, dass jemand da ist, der Fragen kompetent und unkompliziert beantworten kann. Die Apotheke ist prädestiniert für diese Aufgabe. Sie ist täglich offen und leicht erreichbar.
Frau M. kommt in die Apotheke. Sie braucht wieder eine Packung ihrer Tabletten. «Wissen Sie, diese kleinen Weissen», sagt sie zur Apothekerin. «Meinen Sie die fürs Herz?», fragt diese. «Nein, die anderen, Sie wissen schon», antwortet Frau M. Die Apothekerin lächelt. Sie kennt Frau M. seit Jahren. Sie öffnet das Patientendossier ihrer Kundin im Computer und sieht sofort, welche Tabletten Frau M. meint. Die «anderen» Tabletten sind rasch bereitgestellt und beschriftet. Frau M. ist zufrieden. «Sie kennen mich halt, das ist schön», sagt sie und tätschelt freundlich den Arm der Apothekerin. Diese kleine Geschichte ist erfunden, und doch ist sie wahr. Wenn ältere Menschen Medikamente einnehmen müssen, wissen sie oft nicht so genau, wofür jede Tablette ist, und auch wenn sie die Packung jeden Tag mehrmals in Händen halten, merken sie sich den Namen des Präparates nur selten. Unter anderem deshalb ist das Patientendossier in der Apotheke so wichtig. Darin ist alles festgehalten, was eine Kundin oder ein Kunde auf Rezept bezogen hat.
Ihre Apotheke: Stets kompetent und persönlich.
Mehrere Ärzte, eine Apotheke Bleiben wir bei Frau M., der zwar erfundenen, aber typischen Kundin. Sie hat Schmerzen in den Gelenken und nimmt seit Jahren Antirheumatika, die ihr der Hausarzt verschreibt. Als sie nach dem Tod ihres Mannes herzkrank wird, sucht sie einen Spezialisten auf, der ihr Medikamente gegen Herzrhythmusstörungen, hohen Blutdruck und solche zur Blutverdünnung verordnet. Da wird es plötzlich heikel, denn Frau M. vergisst dem Herzspezialisten zu sagen, dass sie noch andere Medikamente einnimmt. Das hätte für Frau M. gefährlich werden können. Antirheumatika und Blutverdünner vertragen sich nicht immer. Doch als Frau M. mit dem Rezept vom Herzspezialisten in die Apotheke kommt, blinken dort sofort die Warnlichter. Die Apothekerin stellt anhand des Patientendossiers die Unverträglichkeit fest. Sie interveniert und klärt die Situation mit dem Spezialisten. Wertvoll ist das Patientendossier in der Apotheke auch dann, wenn Frau M. frei verkäufliche Medikamente verlangt. Dann kontrolliert die Apothekerin, ob sich das rezeptfreie Arzneimittel mit den verschriebenen Medikamenten verträgt.
Dank dem Patientendossier wissen Apothekerinnen und Apotheker jederzeit, welche Medikamente sich miteinander vertragen.
Ältere Menschen sind oft einsam Von all diesen wichtigen Kontrollen merkt Frau M. nicht viel. Sie verlässt sich einfach darauf, dass in der Apotheke für ihre Sicherheit gesorgt wird. Ihr gefällt, dass sie ab und zu ein Schwätzchen halten kann. Seit ihr Mann gestorben ist, wohnt sie allein und fühlt sich oft etwas einsam. Da tut es ihr gut, wenn sie mit der Apothekerin oder einer der freundlichen Pharma-Assistentinnen ein wenig plaudern kann. Manchmal erzählt sie auch von ihren Sorgen, und es kam schon oft vor, dass sie in der Apotheke einen guten Rat erhalten hat. Einmal, als sie sich so schwindlig fühlte, dass sie sich nicht aus der Wohnung traute, hat eine der jungen Pharma-Assistentinnen ihr die Medikamente sogar nach Hause gebracht. Und das gratis! Ein anderes Mal war Frau M. plötzlich nicht mehr sicher, was das für ein Medikament war in ihrer Nachttischschublade. Es sah so ungewohnt aus. Da brachte sie die Packung einfach in die Apotheke und liess sich alles nochmals erklären. «Sie haben für ihren Blutdruck neu ein Generikum erhalten», erklärte ihr die Apothekerin freundlich. «Ah», deshalb sei ihr die Packung fremd gewesen. Inzwischen hat sich Frau M. an das Generikum gewöhnt und dass sie damit sogar weniger Selbstbehalt zahlen muss, findet sie äusserst praktisch.
Tipps für Ihre Sicherheit
Beziehen Sie Ihre Medikamente, wenn möglich, immer in derselben Apotheke.
Wenn Sie unter einer chronischen Krankheit leiden, wie z. B. Diabetes, hohem Blutdruck, Asthma oder erhöhtem Augendruck, weisen Sie bei jedem Medikamentenkauf darauf hin.
Fragen Sie nach Dosier- und Applikationshilfen, wenn Sie Mühe haben, ein Medikament anzuwenden.
Lassen Sie sich Ihre Medikamente in einer Wochenbox vorbereiten, wenn es Ihnen schwer fällt, an die Tabletteneinnahme zu denken.
Kleben Sie die Telefonnummer Ihrer Apotheke auf den Telefonapparat, oder programmieren Sie die Nummer, damit Sie jederzeit anrufen können.