Fit sein hilft, gesund zu altern

Wir bewegen uns heute noch rund ein Prozent von dem, was vor hundert Jahren üblich war. Gleichzeitig leben wir im Durchschnitt fast vierzig Jahre länger als damals. Um bis ins hohe Alter gesund zu bleiben, ist ein Fitness-Training für Körper und Geist wichtig.






Wir wissen alle, dass wir uns körperlich fit halten sollen. Ausgedehnte Spaziergänge, Radfahren, Gymnastik, Schwimmen, Nordic Walking und viele andere sportliche Aktivitäten können auch ältere Menschen ohne Weiteres ausüben. Dabei gilt es nicht, einen Rekord zu brechen. Besser ist es, die Sache etwas langsamer anzugehen und dafür regelmässig zu trainieren. Lässt sich zudem eine Freundin oder ein Freund zum Mitmachen bewegen, macht alles doppelt so viel Spass.
Der positive Effekt von regelmässiger körperlicher Bewegung ist nachgewiesen. Bereits täglich ein zügiger Spaziergang von einer halben Stunde verbessert die Blutdruckwerte und normalisiert den Blutzuckerspiegel. Ausserdem verringert sich die Gefahr, zu stürzen und sich einen Knochen oder das Hüftgelenk zu brechen deutlich, wenn Gleichgewicht, Kraft und Beweglichkeit intakt sind. Wer sich nicht für sportliche Aktivitäten begeistern kann, hat vielleicht Spass am Tanzen – ein hervorragendes Mittel, um beweglich zu bleiben.

Selbst Strickarbeiten sind
Fitness fürs Gehirn.
 

Fit im Kopf
Mindestens so wichtig wie die körperliche Gesundheit ist die geistige Fitness. Auch das Gehirn lässt sich trainieren! Dazu muss man keineswegs das Telefonbuch auswendig lernen. Es gibt weit lustvollere Methoden, Gedächtnis und Denkfähigkeit zu trainieren. Studien haben gezeigt, dass zum Beispiel schwierige Strickarbeiten oder Spiele wie Schach, Backgammon und Bridge sowie die Mitarbeit in einem Vereinsvorstand hochwertige Aktivitäten sind, weil dabei immer wieder neue Situationen auftreten, die es zu meistern gilt. Fit bleibt auch, wer öfter eine selbst organisierte Reise unternimmt oder regelmässig mit einem Musikinstrument neue Stücke einstudiert. Das sind alles Tätigkeiten, die nicht nur Spass machen, sondern auch bis ins hohe Alter ausgeübt werden können.
Unterhaltsam können ausserdem bewusst gestaltete Gedächtnisübungen sein. Zum Beispiel, indem man sich morgens beim Zeitunglesen einige Zahlen, Namen und Fakten einprägt und versucht, sich am Abend daran zu erinnern und sie auf ein Blatt Papier zu schreiben.

Zwei Pflanzen für das Gedächtnis
Seit Menschengedenken besteht der Wunsch, das Gedächtnis mit einem «Zaubertrank» zu erhalten. Solch ein Wundermittel gibt es nicht. Unterstützende Wirkung jedoch schreibt die Wissenschaft zwei altbewährten Pflanzen zu, die als Arzneimittel in der Apotheke erhältlich sind.

  • Ginkgo Biloba: Extrakte aus Blättern des Ginkgo-Baumes fördern die Durchblutung. Dadurch verbessert sich die Leistung des Gehirns. Ginkgo-Präparate gibt es als Tabletten oder Tropfen.
  • Ginseng: Extrakte aus der Ginseng-Wurzel verbessern die Leistungsfähigkeit. Man fühlt sich besser, kann bei körperlicher Anstrengung länger mithalten, und die Konzentration wie auch das Gedächtnis werden positiv beeinflusst.

Keine Angst vor Computern
Längst haben sich viele ältere Menschen den Umgang mit dem Computer angeeignet. Briefe schreiben die Enkel nicht, E-Mails schon. Wenn man sich auf diese Weise mit Oma und Opa austauschen kann, finden das die Jungen «cool», und die Grosseltern freuen sich über die Nachrichten in der Mailbox.
Der Internetanschluss bietet aber noch vieles mehr. Ganze Websites widmen sich dem Thema Test: Gedächtnistests, Fahrprüfung am Bildschirm, Tests nur für Frauen oder nur für Männer, Gesundheitschecks und Quizspiele – das alles lässt sich finden. Selbstverständlich darf man nicht alles zu ernst nehmen. Spass macht es meistens, und wenn nicht, genügt ein Mausklick, um sich wieder etwas anderem zu widmen.


Per Mausklick zum besseren Gedächtnis.
Das World Wide Web bietet eine Vielfalt an
Gedächtnistests und -spielen.

Heidi Mühlemann


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